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GUINTOLI auf Aprilia RSV4 Weltmeister
04.11.2014
SYLVAIN GUINTOLI SUPERBIKE WELTMEISTER 2014 AUF APRILIA RSV4 und APRILIA GEWINNT AUCH WELTMEISTERTITEL DER HERSTELLER

Losail / Qatar, 2. November 2014 – ein sensationeller Erfolg. Wenige Rennen zuvor fast noch unvorstellbar, gewinnt Aprilia 2014 zwei weitere Titel in der Superbike WM. Nach einem Comeback, das in die Geschichte der SBK-WM eingehen wird, holte Sylvain Guintoli auf der Strecke von Losail den ersten Weltmeistertitel seiner Karriere. Unangefochten schloss Guintoli die Nachtrennen von Qatar auf seiner Aprilia RSV4 mit zwei brillanten Siegen ab und gewann mit sechs Punkten Vorsprung den WM-Titel vor Tom Sykes.

Mit dem Gewinn des Herstellertitels, der zum dritten Mal in Folge an Aprilia ging, hatte Aprilia einen weiteren Grund zu feiern. Sieben WM-Titel, seit der Rückkehr in die SBK-WM 2009, unterstreichen die technische Überlegenheit der Aprilia RSV4. Drei WM-Titel in der Fahrerwertung und vier in der Herstellerwertung wurden seitdem auf der Aprilia RSV4 gewonnen. Damit hat die schnelle Italienerin der SBK-WM in den letzten Jahren ihren Stempel aufgedrückt. Wie mit Sylvain Guintoli 2014, gewann Aprilia bereits 2010 und 2012 gleichzeitig die Weltmeisterschaft in der Fahrer- und Herstellerwertung.
Roberto Colaninno, Chairman und CEO der Piaggio Group, zu der seit 2005 auch Aprilia gehört, über den Sieg und Sylvain Guintoli: „Ich bin sehr stolz, weil in diesem Jahr mit Aprilia wieder eine große italienische Marke den Motorradrennsport auf internationalem Parkett dominiert hat. Die Meisterschaft war bis zum Schluss schwierig. Eigentlich schien sie schon verloren, aber dann war wieder alles offen. Genau das macht das heutige Ergebnis, den Gewinn der beiden Weltmeistertitel, so besonders. Kompliment an Guintoli – einfach außergewöhnlich. Romano Albesiano hat sehr gute Arbeit geleistet. Mit seinem Team hat er gezeigt, dass er nicht nur tolle Motorräder entwickeln kann, sondern auch ein erfolgreicher Rennsport-Manager ist. In nur sechs Jahren, seit der Rückkehr in die Superbike-WM 2009, hat Aprilia sieben WM-Titel gewonnen. Die Titel, die wir heute gewonnen haben, sind die Belohnung für die besonderen Fähigkeiten der Piaggio Group hinsichtlich technischer Innovationen. Obwohl die Konkurrenz von Jahr zu Jahr stärker geworden ist, konnten wir unser Können zum wiederholten Male unter Beweis stellen. Es ist kein Zufall, das Aprilia in den letzten 10 Jahren 28 ihrer 54 Weltmeistertitel gewonnen hat. 32 Titel gingen in dieser Dekade an die Piaggio Group. Der Einstieg in die MotoGP bedeutet für uns eine neue Herausforderung. Gegenüber unserer ursprünglichen Planung steigen wir bereits ein Jahr früher ein. Wir arbeiten in der Königsklasse mit demselben Spirit wie bisher: Mit Begeisterung, mit dem Interesse zu lernen und zu wachsen, mit dem Bewusstsein um unsere Fähigkeiten und unser Erbe als große italienische Marke.“

Losail war der Höhepunkt eines zunächst scheinbar unmöglichen Comebacks. Nach den beiden Läufen in Laguna Seca hatte Sykes (Kawasaki) seinen Vorsprung vor Guintoli auf 44 Punkte ausgebaut; bei nur drei verbleibenden Rennen - ein großer Abstand.

Doch nach dem Event in Amerika setzten die beiden Piloten mit ihren RSV4 zur Aufholjagd an. In Jerez und Magny-Cours dominierte Melandri mit drei Siegen. Guintoli wurde jeweils Zweiter. Gefolgt von seinem Teamkameraden hatte auch Guintoli in Magny-Cours mit einem Sieg maximal gepunktet. Diese Ergebnisse brachten jede Menge Punkte. In der Herstellerwertung zog Aprilia an Kawasaki vorbei. Guintoli, mit nur noch 12 Punkten Rückstand, war vor den beiden letzten Läufen in Qatar wieder in Schlagdistanz zum führenden Sykes.

In Losail begann Guintoli seine Aufholjagd mit einem Sieg im ersten Lauf. Nach gutem Start lag der Franzose am Ende der ersten Runde auf Platz vier. In Runde fünf überholte Guintoli Sykes. In der neunten Runde zog er an Rea vorbei und übernahm fünf Runden vor Schluss die Führung von Baz. Mit seinem Sieg konnte Sylvain den Vorsprung gleich um neun Punkte reduzieren. Vor dem Start zum letzten Lauf der Saison trennten Guintoli und Sykes jetzt nur noch drei Punkte. Drei Punkte Vorsprung, die der Aprilia Werksfahrer mit einem souveränen Sieg zunichtemachte. Bereits in der fünften Runde übernahm Guintoli die Führung. Ab diesem Moment gab es für Sylvain und seine RSV4 kein Halten mehr. Mit seinem Doppelsieg hat der schnelle Franzose in Qatar das fast Unmögliche möglich gemacht. Nach Lauf 2 hatte Sylvain Guintoli 416 Punkte auf seinem WM-Konto, damit liegt er sechs Punkte vor Tom Sykes (410 Punkte) und ist neuer Superbike Weltmeister.
Marco Melandri, der die letzten Rennen dominiert hatte, kämpfte in beiden Läufen mit schlechtem Grip und beendet die Läufe auf den Plätzen acht und vier.
Sylvain Guintoli hat sich in den zurückliegenden zwei Jahren kontinuierlich an den ersten Weltmeistertitel seiner Kariere herangearbeitet. Bereits 2013 fuhr der Franzose um Siege mit. Eine Schulterverletzung hinderte ihn jedoch im Kampf um den Titel. Guintoli nutze die letzten Rennen der Saison 2013, um sich noch besser mit seiner RSV4 vertraut zu machen. Konstant, schnell und entschlossen absolvierte Sylvain die Saison 2014. Nach einem sensationellen Comeback wurde er im letzten Rennen Superbike Weltmeister. Unterstützt von seinem Team, geleitet durch Romano Albesiano, ist Sylvain Guintoli der zweite Franzose - nach Raymond Roche 1990 - der die Fahrerweltmeisterschaft in der seriennahen SBK-WM gewonnen hat.
Sieben Weltmeistertitel hat Aprilia in den letzten fünf Jahren aus der Superbike-WM mit nach Noale genommen. 54 WM-Titel gewann der Hersteller aus dem Veneto in den letzten 20 Jahren. In der Herstellerwertung sammelte Aprilia 2014 mit 11 Siegen (Guintoli fünf / Melandri sechs) und 16 Podiumsplätzen 468 Punkte und gewann damit zum vierten Mal den Titel in der Herstellerwertung. Kawasaki belegt mit 431 Zählern Platz zwei. Es folgen Honda 350, Ducati 291, Suzuki 234, BMW 81 und MV Agusta mit 34 Punkten.

2009 stieg Aprilia mit der neuen RSV4 wieder in die SBK-WM ein. Mit ihrem 65°-V4-Motor und einem Fahrwerk der Extraklasse markierte Aprilia einen Wendepunkt im Segment der Supersportler. Bereits im Rookie-Jahr fuhr die RSV4 erste Siege ein. Auf seiner Aprilia RSV4 gewann Max Biaggi 2010 zum ersten Mal und als erster Italiener die Superbike-WM. Die Aprilia RSV4 war im selben Jahr siegreich in der Herstellerwertung. 2012 gewann Max Biaggi zum zweiten Mal die Fahrerwertung der SBK-WM.

Mit drei weiteren Titeln in der Herstellerwertung - 2012, 2013 und 2014 - boten die schnellen Aprilia RSV4 drei Jahre in Folge einen überzeugenden Auftritt. Sieben Superbike WM-Titel (drei Fahrer / vier Herstellertitel), 41 Siege, 89 Podiumsplätze und zehn Pole Position machen die Aprilia RSV4 in der Superbike zu einem legendären Motorrad. Siegreich auf der Rennstrecke, beweisen die zulassungsfähigen Serienmodelle - Aprilia RSV4 R ABS und RSV4 Factory ABS - ihre Überlegenheit auch auf der Straße.

Mit insgesamt 54 Weltmeistertiteln - 38 x Motorrad Grand Prix, 7 x Superbike, 9 x Off-Road - gehört Aprilia weltweit zu den erfolgreichsten Marken im Motorradrennsport. Mit 104 Weltmeistertiteln, zu denen neben Aprilia auch die Marken Moto Guzzi, Gilera und Derbi beigetragen haben, ist die Piaggio Group Europas erfolgreichster Motorrad Hersteller.
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